
Sharks International 2026:Forschung trifft Zukunft

Die wichtigsten Inhalte der Sharks International 2026 kompakt erklärt
Was dich erwartet:
- Ein globales Forum für Forschung & Schutz
- Sessions: Von Rewilding bis Blue Finance
- Workshops: Praxis, Tools & neue Methoden
- Wissenschaft trifft Politik
- Förderung & Teilnahme
- eDNA als Gamechanger: Wie Kristina Loosen die Überwachung von Haien und Rochen in Südafrika verbessert

© Sharkvoise
Die Inhalte der Sharks International 2026 – Ein Blick auf das weltweit größte Hai-Event
Sharks International 2026 bietet ein riesiges Programm aus über 400 Vorträgen, Workshops, Panels und Side-Events – mit Fokus auf Forschung, Schutz, Politik und Innovation rund um Haie, Rochen und Chimären.
Die Sharks International 2026 wird vom 4. bis 8. Mai 2026 in Colombo, Sri Lanka, stattfinden und gilt als das bedeutendste globale Treffen für Hai-, Rochen- und Chimärenforschung. Zwischen 600 und 800 Wissenschaftlerinnen, politische Entscheidungsträgerinnen und Naturschutzorganisationen** werden erwartet, um neueste Erkenntnisse auszutauschen und gemeinsame Lösungen für den Schutz dieser faszinierenden Tiere zu entwickeln.

©Sharks International I si2026.org
Ein globales Forum für Forschung & Schutz
Die Konferenz ist bekannt für ihre enorme inhaltliche Breite. Das Programm umfasst:
- Rund 400 wissenschaftliche Vorträge aus allen Bereichen der Elasmobranch-Forschung.
- Keynotes internationaler Expertinnen*, die Themen wie Verhalten, Ökologie, Schutzmaßnahmen und Mensch-Tier-Interaktionen beleuchten.
- Poster-Sessions, die besonders Nachwuchsforschenden eine Bühne bieten.
Die Themen reichen von Bewegungsmustern und Lebensraumveränderungen über genetische Forschung bis hin zu Fragen der öffentlichen Sicherheit und globalen Schutzstrategien.
Sessions: Von Rewilding bis Blue Finance
Die thematischen Sessions bieten tiefe Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen. Dazu gehören:
- Elasmobranch Reintroductions – Rewilding-Projekte weltweit
- Blue Finance – innovative Finanzierungsmodelle für Meeresschutz
- Beyond the Net – Lösungen für Beifangprobleme
- From Ocean to Plate – Handels- und Lieferkettenanalysen
- CITES-Umsetzung & Politikgestaltung
- Important Shark and Ray Areas (ISRAs) als Werkzeug für Schutzmaßnahmen
Diese Sessions sollen Forschung und Politik enger verzahnen und praxisnahe Werkzeuge vermitteln.
Wissenschaft trifft Politik
2026 legt die Konferenz besonderen Wert darauf, die Lücke zwischen Forschung und Politik zu schließen. Der Gastgeber, die Blue Resources Trust, bringt umfassende Erfahrung in der Umsetzung wissenschaftsbasierter Politik auf nationaler und internationaler Ebene ein – etwa bei IOTC, CITES und CMS.
Ziel ist es, dass Forschende besser verstehen, wie ihre Arbeit politische Entscheidungen beeinflussen kann – und dass politische Akteur*innen Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erhalten.
Förderung & Teilnahme
Die Save Our Seas Foundation unterstützt die Konferenz als Hauptsponsor und bietet u. a. Reisestipendien für Studierende an, deren Beiträge angenommen wurden.
Die Sharks International 2026 ist weit mehr als eine wissenschaftliche Konferenz – sie ist ein globaler Treffpunkt für alle, die sich für die Zukunft der Haie und Rochen einsetzen. Mit hunderten Vorträgen, praxisnahen Workshops und einer starken politischen Komponente setzt sie neue Maßstäbe für Forschung, Schutz und internationale Zusammenarbeit.
eDNA als Gamechanger: Wie Kristina Loosen die Überwachung von Haien und Rochen in Südafrika verbessert
Frau Kristina Loosen ist PhD Kandidat der Stellenbosch Universität (Südafrika) und möchte mit SHARKVOICE kooperieren. In Ihrer Studie untersucht Sie den Einsatz von Umwelt-DNA (eDNA) zur verbesserten Überwachung von Haien und Rochen entlang der südafrikanischen Küste, um Biodiversität und Schutzmaßnahmen zu unterstützen.
Methodenentwicklung und Referenzbibliothek
- Optimierung der metabarcoding-Methoden, insbesondere Vergleich der genetischen Marker 12S rRNA und COI, wobei 12S rRNA zuverlässiger und vielfältiger in der Detektion ist.
- Entwicklung einer regionalen Referenzbibliothek durch Sequenzierung von 69 Individuen, was die Identifikationserfolgsrate deutlich verbessert und die Genauigkeit regionaler Biodiversitätsbewertungen erhöht.
- Erstellung eines phylogenetischen Baums, der die regionale Vielfalt der Südkaperarten zeigt
Biodiversitäts- und Raumanalysen
- Mit eDNA wurden 24 Arten, darunter bedrohte, nachgewiesen, wobei klare räumliche Muster in den Gemeinschaften entlang verschiedener Küstenregionen sichtbar wurden.
- eDNA erfasst ökologische Gradienten und liefert wichtige Basisdaten für den Schutz.
Vergleich mit etablierten Methoden
- Vergleich mit BRUVs-Daten zeigt, dass eDNA mehr pelagische Arten erkennt, während BRUVs mehr benthische und demersale Arten erfassen.
- Beide Methoden ergänzen sich, wobei eDNA höhere Artenzahlen pro Probe aufweist, was die Integration in Monitoring-Programme unterstützt.
Bedeutung für den Naturschutz
Das Projekt liefert praktische Leitlinien, verbessert die Überwachung gefährdeter Arten und stärkt evidenzbasierte Schutzstrategien durch eine Kombination molekularer und visueller Ansätze
Quellen:
Sharks International I https://si2026.org/
Studie von Kristina Loosen — Doktorandin, Universität Stellenbosch (Südafrika)
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