
Wie El Niño ganze Haipopulationen gefährdet

El Niño verändert den Ostpazifik drastisch – und bringt Hammerhaie und Walhaie in akute Gefahr
Was dich erwartet:
- Wie El Niño das Leben der Haie verändert
- Der Hotspot: Der tropische Ostpazifik
- Zwei besonders betroffene Haiarten
- Was SHARKVOICE tut, um Haie trotz El Niño zu schützen
- Warum das alles wichtig ist
El Niño ist weit mehr als ein ungewöhnlich warmes Jahr im Pazifik. Das Klimaphänomen verändert Strömungen, verschiebt Nahrungsketten und zwingt Meeresbewohner zu drastischen Anpassungen. Besonders Haie, die als Schlüsselarten ganze Ökosysteme stabilisieren, geraten dabei unter Druck.
Im Folgenden zeigen wir auf, wie El Niño (und der Klimawandel) Haiarten bedroht, warum der tropische Ostpazifik ein Brennpunkt dieser Veränderungen ist und wie SHARKVOICE daran arbeitet, Haipopulationen widerstandsfähiger zu machen.
Wie El Niño das Leben der Haie verändert
El Niño sorgt im Pazifik für ungewöhnlich warmes Oberflächenwasser. Das hat drei zentrale Folgen:
- Wanderung der Beute: Kaltwasserfische wie Sardellen ziehen in tiefere, kühlere Schichten. Haie müssen folgen oder auf andere Beute ausweichen.
- Einwanderung tropischer Arten: Warmwasserliebende Raubfische dringen in Regionen vor, die sonst zu kühl wären.
- Stress für Ökosysteme: Nahrungsketten brechen teilweise zusammen. Schutzorganisationen fordern deshalb strengere Fangverbote in El‑Niño‑Jahren.
El Niño sorgt im Pazifik für ungewöhnlich warmes Oberflächenwasser mit weitreichenden Folgen für Haie und ihre Ökosysteme. Wenn sich die Meere erwärmen, geraten Nahrungsketten ins Wanken: Kaltwasserfische wie Sardellen ziehen in tiefere Schichten ab, während tropische Arten in neue Regionen vordringen. Haie müssen sich anpassen, indem sie ihren Beutefischen folgen oder auf alternative Nahrung ausweichen.
Gleichzeitig tauchen während starker El‑Niño‑Phasen vermehrt Warmwasser‑Haiarten in Gebieten auf, die sonst zu kühl für sie wären. Tigerhaie, Bullenhaie oder Hammerhaie werden dann beispielsweise vor Kalifornien gesichtet. Umgekehrt wandern Weißhaie und Makos weiter nach Norden, weil ihre traditionellen Reproduktionsgebiete zu warm werden.
Der Hotspot: Der tropische Ostpazifik
Rund um die Galapagos-Inseln, die Kokos-Insel und Malpelo treffen kalte Auftriebsströmungen normalerweise auf warmes Oberflächenwasser – ein perfektes Nährstoffparadies für Haie.
Doch während El Niño bricht dieses System zusammen:
- Das nährstoffreiche Auftriebswasser bleibt aus.
- Die Temperaturen steigen abrupt.
- Beutetiere verschwinden oder wandern ab.
Für Haie bedeutet das: Sie müssen tiefer tauchen, weiter wandern – und verlassen dabei oft die sicheren Zonen der Meeresschutzgebiete.
Zwei Haiarten im Fokus
Hammerhaie (Bogenstirn-Hammerhai)
Hammerhaie lieben die Strömungen rund um Galapagos. Doch bei El Niño:
- weichen sie in größere Tiefen aus,
- verlassen geschützte Gebiete,
- werden für Taucher unsichtbar – und für Fischerei gefährdeter.
Walhaie
Walhaie sind Filtrierer und abhängig von Plankton. Warmes Wasser bedeutet weniger Plankton – und damit:
- komplett veränderte Wanderrouten,
- Abwanderung in kühlere Regionen,
- Verlust des Schutzes durch bestehende Meeresschutzgebiete.

© Blue Ocean

© Shiyam ElkCloner
Was SHARKVOICE tut, um Haie trotz El Niño zu schützen
SHARKVOICE setzt genau dort an, wo es dringend nötig ist: mit Forschung, Schutz und Bildung.
Unterstützung der Forschung zu Wanderwegen
Um Haie in El‑Niño‑Jahren wirksam zu schützen, braucht es präzise Daten darüber, wohin sie ausweichen und wie sich ihre Bewegungsmuster verändern.
- Datenbasierter Schutz: SHARKVOICE arbeitet mit Meeresbiologen zusammen, um Wanderwege, Tiefenprofile und Aufenthaltsorte auch während El Niño zu erfassen.
- Dynamische Schutzzonen: Wenn klar ist, wohin Haie abwandern, können Schutzgebiete flexibel angepasst werden. So bleiben Rückzugsräume auch dann sicher, wenn sich die Meeresbedingungen abrupt verändern.
Reduzierung von menschengemachtem Stress
El Niño schwächt Haie: deshalb ist es entscheidend, zusätzliche Belastungen zu reduzieren.
- Kampf gegen Überfischung: Besonders in El‑Niño‑Phasen darf Beifang nicht zum Todesurteil werden. SHARKVOICE setzt sich für strengere Fangregeln und bessere Kontrollen ein.
- Kooperationen vor Ort: Gemeinsam mit lokalen NGOs und Fischereien, etwa Partnern wie SCAR in Südafrika, fördert SHARKVOICE nachhaltige Fangmethoden und Schulungen für fischereifreie Schutzräume.
Unsere Aufklärungsarbeit
Wissen schützt und schafft Verständnis für die Rolle der Haie im Ozean.
- Expeditionen & Workshops: Taucherinnen, Schüler und Interessierte erleben mit uns Haie hautnah und lernen, wie wichtig sie für stabile Meere sind.
- Klimabewusstsein: Schulprogramme wie Haie in der Schule zeigen, wie Haie die Widerstandskraft der Ozeane stärken und warum Klimaphänomene wie El Niño ihre Lebensräume bedrohen.
Warum das alles wichtig ist
El Niño wird durch den Klimawandel häufiger und intensiver. Haie sind dadurch doppelt belastet:
- durch natürliche Klimaschwankungen
- und durch menschliche Einflüsse wie Überfischung
Nur wenn wir ihre Lebensräume verstehen, flexibel schützen und gleichzeitig den Fischereidruck reduzieren, können Haipopulationen langfristig überleben.
Du hast Fragen?

Dann wende dich an Marcus von SHARKVOICE:
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