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Projekt mit OCEANIDAD

Sharks of Tribugá

Im Golf von Tribugá liegt eine faszinierende Haiwelt, über die wir noch viel zu wenig wissen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Oceanidad wollen wir herausfinden, welche Arten hier leben und welche Lebensräume für sie besonders wichtig sind. Denn nur was wir kennen, können wir schützen.

Hintergrund

Der Golf von Tribugá liegt im Departamento Chocó an der kolumbianischen Pazifikküste. Die Region gehört zu den ökologisch wertvollsten Meeresgebieten des östlichen tropischen Pazifiks und ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Cupica-Tribugá-Baudó sowie eines Meeresschutzgebietes.

Auch für Haie ist die Region von besonderer Bedeutung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben inzwischen gezeigt, dass der Golf unter anderem Fortpflanzungsgebiete für mehrere Hai- und Rochenarten sowie wichtige Lebensräume für den Walhai und den gefährdeten Hammerhai umfasst. Insgesamt wurden bisher 22 relevante Hai- und Rochenarten für das Gebiet dokumentiert.

© Tatiana Rojas Hernández

Besonders spannend ist der Hammerhai: Forschungen zeigen, dass Jungtiere den Golf von Tribugá als Aufwuchsgebiet nutzen. Akustische Telemetrie hat zudem gezeigt, dass sich die Tiere im Golf bewegen und bestimmte Bereiche besonders intensiv nutzen.

Und trotzdem ist die Erforschung der Haifauna längst nicht abgeschlossen. Denn ein großer Teil des Lebens unter der Wasseroberfläche bleibt unsichtbar.

© Felipe-Ladino-ArchilaMalpelo

Was wir tun

Gemeinsam mit unserer kolumbianischen Partnerorganisation Oceanidad wollen wir diese Wissenslücken schließen. Dafür verbinden wir die Erfahrung lokaler Fischer und Community Scientists mit modernen wissenschaftlichen Methoden.

© Oceanidad

Zunächst werden Beobachtungen gesammelt und mögliche Hai-Hotspots identifiziert. Anschließend sollen Wasserproben mittels Umwelt-DNA (eDNA) untersucht werden. So lässt sich möglicherweise nachweisen, welche Arten sich in einem Gebiet aufgehalten haben.

Was ist eDNA?

Jedes Tier hinterlässt Spuren seiner DNA in seiner Umwelt – zum Beispiel über Hautzellen, Schleim oder andere biologische Rückstände.

Das bedeutet: Ein Wasserprobengefäß kann möglicherweise Hinweise darauf enthalten, welche Tiere sich zuvor in diesem Gebiet aufgehalten haben.

Mit der eDNA-Pilotstudie wollen wir testen, wie gut sich diese Methode unter den Bedingungen des Golfes von Tribugá einsetzen lässt und damit die Grundlage für weiterführende Untersuchungen schaffen.

Wenn Wetter und Sicherheitsbedingungen es erlauben, werden die Proben durch Unterwasserbeobachtungen und Videoaufnahmen ergänzt.

Wir suchen also nach Haien – ohne sie dafür fangen zu müssen.

Wenn es die Bedingungen erlauben, ergänzen Unterwasserbeobachtungen und Videoaufnahmen die Untersuchungen.

SHARKVOICE bringt dabei seine internationale Erfahrung im Haischutz, seine Bildungsarbeit und sein Netzwerk ein.

Golf von Tribugá, © Google Maps

Warum das Projekt wichtig ist

Der Golf von Tribugá zählt zu den letzten weitgehend intakten Küstenökosystemen des östlichen tropischen Pazifiks. Gleichzeitig steht die Region unter zunehmendem Entwicklungsdruck. Unter anderem wird seit Jahren über den Bau eines möglichen Tiefseehafens diskutiert.

Um die Haie und ihre Lebensräume langfristig schützen zu können, müssen wir zunächst verstehen, welche Arten hier vorkommen und welche Gebiete für sie besonders wichtig sind.

Die gewonnenen Daten sollen helfen, wichtige Lebensräume sichtbar zu machen und eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Schutzmaßnahmen zu schaffen.

Ziel des Projekts

Langfristig wollen wir gemeinsam mit Oceanidad ein internationales Forschungs- und Schutznetzwerk für Haie im östlichen tropischen Pazifik aufbauen.

Die erste Projektphase legt dafür den Grundstein. Bis Ende 2026 sollen unter anderem:

  • potenzielle Hai-Hotspots identifiziert und kartiert werden,

  • erste eDNA-Proben erhoben und Unterwasseraufnahmen gesammelt werden,

  • lokale Community Scientists weitergebildet werden,

  • ein Partner für eDNA-Analysen in Kolumbien gefunden und

  • ein gemeinsamer Fahrplan für ein langfristiges Hai-Monitoring entwickelt werden.

Auch Umweltbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Teil der Initiative.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sollen weitere wissenschaftliche Untersuchungen möglich werden, um die Haie der Region langfristig besser schützen zu können.

Wie du mitmachen kannst

Hilf uns, die Haie sichtbar zu machen.

Mit deiner Unterstützung können wir die ersten Schritte dieses Forschungsprojekts ermöglichen, lokale Community Scientists stärken und wichtige Daten über die Haie im Golf von Tribugá sammeln.

So hilfst du dabei, die wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Schutzmaßnahmen zu schaffen – und einer bislang wenig erforschten Haiwelt eine Zukunft zu geben.

Spenden

Gib Haien Hoffnung

Unterstütze uns mit deiner Spende dabei, Bildungsarbeit, Forschung und Schutzprojekte erfolgreich durchführen zu können.

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